Neuer Ort für Sternenkinder in Bochum erweitert
Seit vielen Jahren besteht der Wunsch nach geschützten und würdevollen Bestattungsorten für fehl- und totgeborene Kinder. Die Stadt Bochum hat bereits 2004 mit dem „Lichtgarten“ ein entsprechendes Angebot geschaffen und zählt damit zu den Kommunen, die früh auf die Bedürfnisse betroffener Eltern reagiert haben. Nun wird diese besondere Fläche für Sternenkinder erweitert. Mit dem Ausbau möchte die Stadt ein deutliches Zeichen für Mitgefühl, Unterstützung und gesellschaftliche Verantwortung setzen.
Im Rahmen der offiziellen Eröffnung der rund 500 Quadratmeter großen Erweiterung auf dem Hauptfriedhof erklärte Oberbürgermeister Jörg Lukat, dass es kaum möglich sei, den Verlust und die Trauer betroffener Eltern nachzuempfinden. Umso wichtiger sei es, ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein sind und dass ihre Trauer sowie die Erinnerung an ihre Kinder einen festen Platz im Stadtbild haben. Ziel sei es, einen würdevollen Ort für Abschied und Gedenken bereitzustellen.
Die neu gestaltete Fläche bietet Platz für etwa 100 Grabstellen. Sie ist bewusst ruhig und zurückhaltend angelegt. Staudenpflanzen und Steinskulpturen prägen das Erscheinungsbild und schaffen eine würdevolle Atmosphäre. Die Geburtskliniken der Stadt unterstützen das Projekt und haben unter anderem die Kosten für die Skulpturen übernommen.
Für die betroffenen Eltern entstehen keine Kosten. Die Organisation der Bestattungen erfolgt durch ein Netzwerk aus Bestattungsunternehmen, kirchlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Krankenhäusern sowie ehrenamtlich Engagierten. Dazu gehören unter anderem der Runde Tisch Sternenkinderbestattungen, Trauerbegleiterinnen, die evangelische und katholische Kirche, das katholische Klinikum sowie das Augusta-Krankenhaus.
Während der Segnung hoben die Seelsorgenden hervor, dass dieser Ort die Anteilnahme vieler Menschen sichtbar mache und mit viel Engagement sowie Kreativität gestaltet worden sei. Auch der Oberbürgermeister betonte, dass hier ein Ort entstanden sei, der für betroffene Familien von großer Bedeutung sei.
Der Steinmetz Timothy Vincent gestaltete zwei Skulpturen, die symbolisch für den Umgang mit Verlust stehen. Eine stelle die Verletzung dar, während die andere verdeutliche, dass solche Erfahrungen Spuren hinterlassen, die nicht nur Schmerz bedeuten, sondern auch die Verbindung bewahren. Im Mittelpunkt stehe die Erkenntnis, dass Liebe und Erinnerung über den Schmerz hinaus bestehen bleiben.
Die Stadt Bochum stellt sowohl das Gräberfeld als auch die Trauerhalle kostenfrei zur Verfügung. Die Pflege übernimmt der Technische Betrieb der Stadt in Abstimmung mit der Friedhofsgärtnergenossenschaft. Für die Erweiterung wurden rund 50.000 Euro investiert.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Bochum/Veröffentlicht am 04.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.