Letzte Ruhe im Wald: FriedWald Oberkrämer eröffnet
Ein neuer Ort des Abschieds: FriedWald im Krämerforst bei Oberkrämer eröffnet
Seit dem 1. Juli 2025 steht Menschen, die sich eine naturverbundene Form der letzten Ruhe wünschen, im brandenburgischen Landkreis Oberhavel eine besondere Alternative zum klassischen Friedhof offen. Mitten im Krämerforst, umgeben von Eichen, Hainbuchen und Kiefern, wurde der neue Bestattungswald FriedWald Oberkrämer feierlich eröffnet. Der etwa 28 Hektar große Wald bietet einen ruhigen und würdevollen Rahmen für Baumbestattungen in unmittelbarer Nähe zu Berlin.
Zur Eröffnung versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinde, Kirche und Forstwirtschaft. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand das Pflanzen einer Winterlinde, die als Eröffnungsbaum symbolisch für die Verbundenheit zwischen Natur und Erinnerung steht.
Der Bürgermeister der Gemeinde Oberkrämer, Wolfgang Geppert, betonte bei dieser Gelegenheit, dass sich immer mehr Menschen für alternative Bestattungsformen entscheiden würden. Der Wunsch nach einem stillen, naturnahen Ort des Abschieds nehme spürbar zu. Mit dem neuen FriedWald sehe man sich gut aufgestellt, um den Einwohnerinnen und Einwohnern der Region, aber auch Menschen aus Berlin, eine würdevolle Ruhestätte im Einklang mit der Natur anzubieten.
Ruhige Wälder statt Grabsteine – Natur als letzte Heimat
Der FriedWald liegt westlich von Bötzow, eingebettet in den mehr als 4.000 Hektar großen Krämerforst. Die Landschaft ist geprägt von Mischwald, in dem sich auch sandige Binnendünen finden, die dem Ort einen besonderen Charakter verleihen. Künftig können hier Verstorbene in biologisch abbaubaren Urnen unter Bäumen beigesetzt werden.
Zwei imposante Kiefern markieren den Eingang zum zentralen Andachtsplatz, der von jungen Buchen umgeben ist. Dieser geschützte Ort eignet sich für individuelle Abschiedsfeiern, die nach den Vorstellungen der Verstorbenen und ihrer Angehörigen gestaltet werden können.
Die FriedWald GmbH übernimmt die Pflege und Verwaltung des Bestattungswaldes. Die Trägerschaft liegt bei der Gemeinde Oberkrämer, Eigentümer des Waldes ist der Landesbetrieb Forst Brandenburg.
Dessen Direktor, Hubertus Kraut, erklärte, dass der neue FriedWald-Standort einen bedeutenden Schritt darstelle: Hier werde ein Ort geschaffen, an dem Menschen auf würdevolle Weise inmitten der Natur Abschied nehmen könnten. Der langfristige Erhalt des Waldes sei dabei von zentraler Bedeutung – auch angesichts klimatischer Herausforderungen. Entsprechend groß sei die Freude, dass dieser neue Standort nun für Bestattungen zur Verfügung stehe.
FriedWald Oberkrämer – Für alle, die der Natur nahestehen
Gedacht ist der FriedWald nicht nur für die Menschen aus der Gemeinde Oberkrämer selbst, sondern auch für jene aus den umliegenden Städten und Berliner Bezirken – darunter Velten, Hennigsdorf, Falkensee sowie Spandau, Reinickendorf und Tegel. Die Anfahrt erfolgt über die Alte Hamburger Poststraße, die durch eine weitläufige Kulturlandschaft mit Pferdekoppeln führt.
Matthias Laufer, Geschäftsführer der FriedWald GmbH, wies darauf hin, dass viele Menschen mit der Entscheidung für eine Bestattung im Wald ein Zeichen setzen möchten – für einen bewussten Umgang mit Natur und Vergänglichkeit. FriedWälder böten nicht nur einen Ort des Abschieds, sondern auch eine Verbindung zu Lebensorten, die den Verstorbenen oft viel bedeutet hätten. Angehörige könnten dort Trost finden und sich langfristig verbunden fühlen.
Pfarrer Thomas Hellriegel von der Evangelischen Kirchengemeinde Schwante-Vehlefanz unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung von Friedhöfen als Orte des Gedenkens und der seelischen Entlastung – auch jenseits religiöser Bindung.
Ein FriedWald zum Kennenlernen – Führungen im Juli
Interessierte erhalten im Juli die Möglichkeit, den neuen Bestattungswald im Rahmen geführter Spaziergänge kennenzulernen. Diese kostenlosen Waldführungen bieten Einblicke in das Konzept der Naturbestattung und Gelegenheit zur persönlichen Orientierung. Führungen sind unter anderem am 5. und 12. Juli jeweils um 15 Uhr geplant. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich – online unter www.friedwald.de/oberkraemer oder telefonisch unter 06155 848-100.
Über FriedWald® – Pionier der Naturbestattung
Seit der Eröffnung des ersten Standorts im Reinhardswald bei Kassel im Jahr 2001 hat FriedWald das Prinzip der Naturbestattung in Deutschland etabliert. Das Unternehmen mit Sitz in Griesheim bei Darmstadt kooperiert mit Ländern, Kommunen, Kirchen und Forstbehörden, um bundesweit alternative Bestattungswälder zu schaffen. Heute existieren bereits 92 solcher Standorte, die alle als offizielle Friedhöfe unter öffentlichem Recht geführt werden.
Rund 220 Mitarbeitende sind für Verwaltung, Kundenservice und Standortentwicklung tätig, unterstützt von etwa 300 Försterinnen und Förstern, die vor Ort Führungen durchführen, Beisetzungen begleiten und die Wälder betreuen. Die Marke FriedWald® ist rechtlich geschützt. Ziel ist es, ein deutschlandweit einheitliches und ökologisch tragfähiges Bestattungsangebot im Einklang mit der Natur zu gewährleisten. Laut einer aktuellen Erhebung (Verian 9/2024) kennt etwa zwei Drittel der über 50-Jährigen in Deutschland die Marke.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von FriedWald GmbH/ Veröffentlicht am 02.07.2025