Bau für muslimischen Friedhof in Wuppertal beginnt
In Wuppertal hat der Bau eines muslimischen Friedhofs in eigener Trägerschaft der muslimischen Gemeinden begonnen. Mit dem ersten Spatenstich am 18. September startet die Umsetzung eines Projekts, das nach Angaben der Stadt bundesweit einmalig ist.
Auf einem rund 19.000 Quadratmeter großen ehemaligen Friedhofsgelände der evangelischen Kirche an der Krummacher Straße in Varresbeck sollen in drei Bauabschnitten bis zu 1.000 Grabstätten entstehen.
Idee reicht bis ins Jahr 2008 zurück
Die ersten Überlegungen zu einem eigenen muslimischen Friedhof in Wuppertal entstanden bereits 2008.
Es folgten mehr als zehn Jahre Planung, Abstimmung und Beteiligung unterschiedlicher Akteure. Seit April 2026 liegt die Baugenehmigung für das Vorhaben vor.
Mit dem Spatenstich beginnt nun die konkrete bauliche Umsetzung.
Friedhöfe dreier Religionen in direkter Nachbarschaft
Eine Besonderheit des Standorts ist seine Lage unmittelbar neben einem christlichen und einem jüdischen Friedhof.
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff bezeichnete das Projekt beim ersten Spatenstich als Vorhaben mit Vorbildcharakter über Wuppertal hinaus. Durch die unmittelbare Nachbarschaft der drei Friedhöfe entstehe ein Ort, an dem sich das Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften auch in der Bestattungskultur widerspiegele.
Die Stadt spricht in diesem Zusammenhang von einem „Drei-Religionen-Eck“.
Muslimische Gemeinden übernehmen Trägerschaft
Träger des neuen Friedhofs ist der Verein „Muslimische Friedhöfe Wuppertal“.
Vorsitzender des Vereins ist Samir Bouaissa. Der Verein übernimmt damit die Verantwortung für den muslimischen Friedhof in eigener Trägerschaft.
An der Entwicklung des Projekts waren über viele Jahre Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und muslimischen Gemeinden sowie weitere Partner beteiligt.
Bis zu 1.000 Grabstätten geplant
Die Anlage soll schrittweise entstehen. Vorgesehen sind insgesamt drei Bauabschnitte mit Platz für bis zu 1.000 Gräber.
Mit dem Baubeginn erreicht das seit 2008 vorbereitete Projekt damit nach jahrelanger Planung seine nächste entscheidende Phase.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Wuppertal/Veröffentlicht am 22.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.